Setup-Anforderungen für Urchin 6

Dieser Artikel wurde von EpikOneerstellt, einem autorisierten Berater für Urchin-Software.

In diesem Artikel sind die Betriebsprobleme aufgeführt, die vor der Installation und Ausführung von Urchin zu beachten sind. Einige der Informationen sind erforderlich, um Urchin erfolgreich auszuführen. Andere Punkte sind für die effektive Verwendung von Urchin wichtig, wenn die Software installiert ist.

Grundlegende Hinweise für die Installation von Urchin

  • Auf Windows-Systemen müssen Sie die Installation als Administrator durchführen.
  • Auf UNIX-Systemen können Sie die Installation als normaler Nutzer durchführen. Wenn Sie die Installation jedoch nicht als Superuser durchführen, sind Sie eingeschränkt, in welchen Bereichen des Dateisystems Sie die Installation vornehmen können.
  • Zum Lieferumfang von Urchin gehört ein Lightweight-Apache-Webserver für die Konfiguration und Berichtbereitstellung. Ihre Systemadministratoren sollten berücksichtigen, dass dieser neue Webdienst nach der Installation von Urchin ausgeführt wird.
  • Sie sollten Urchin 6 auf einem Festplattenbereich mit einer hohen freien Speicherkapazität (mindestens einige hundert Megabyte) installieren, da die Urchin-Datenbank im Laufe der Zeit wachsen wird. Weitere Hinweise erhalten Sie im Website-Bereich zu den Leistungs- und Verwaltungsproblemen.
  • Wenn Sie ein Upgrade von Urchin 5 durchführen, müssen Sie Ihre Datenbanken in Urchin 6 mithilfe der Dienstprogramme uconf2sql undconvert-u5data importieren. Es wird kein direktes Upgrade von Urchin 5 auf Urchin 6 durch Ausführen des Installationsprogramms von Urchin 6 durchgeführt. Weitere Informationen erhalten Sie unter „Erste Schritte“ im Dokumentationscenter.
  • Wenn Sie ein Upgrade von Urchin 5 auf Urchin 6 durchführen, müssen Sie die Lizenz für Ihr Produkt erneuern.

Grundlegende Hinweise für die Urchin-Verarbeitung

  • Zugriff auf Webserver-Protokolldateien: Sie müssen den Pfad zu den Protokolldateien für die betreffende Website kennen und über die Berechtigung verfügen, auf diese Dateien zuzugreifen. Wenn sich die Protokolldateien auf einem Remote-System befinden, benötigen Sie außerdem einen Kontonamen und ein Passwort, um die Protokolldateien (FTP/HTTP/HTTPS/UNC) aufrufen zu können.
  • Richtig konfiguriertes Protokolldatei-Format: Obwohl Urchin angepasste Protokolldatei-Formate verarbeiten kann, können Sie die Verwaltungsanforderungen vereinfachen, wenn Sie Ihren Webserver für ein Standardformat konfigurieren. Es wird empfohlen, entweder das „Extended Combined Log Format“ (z. B. NCSA oder Apache-Protokolle) oder das „W3C Extended Log Format“ (z. B. IIS-Protokolle) zu verwenden. Bei IIS-Websites sollten Sie das Protokollieren der Kontoführungsverarbeitung deaktivieren. Weitere Hinweise erhalten Sie unter „Erweiterte Konfiguration“.
  • Einzelnes Nutzerkonto für Urchin-Prozesse: Auf UNIX-Systemen ist es empfehlenswert, die Sicherheit zu verbessern, indem Sie Urchin-Programme mit einer speziellen Nutzer-ID ausführen, die nur für Urchin verwendet wird und beschränkte Berechtigungen hat. Das Einrichten eines solchen Kontos setzt voraus, dass Sie über erhöhte oder Superuser-Berechtigungen auf dem entsprechenden System verfügen.
  • Planung: Sie müssen einen Ausführungsplan für die Urchin-Verarbeitung auswählen, um Berichte rechtzeitig zu liefern und über die für große Datenmengen benötigte Verarbeitungszeit zu berichten.

Weitergehende Hinweise für die Urchin-Verarbeitung

  • Wenn Sie „Eindeutiges Tracking von Besuchern“ verwenden möchten, müssen Sie die folgenden grundlegenden Schritte durchführen:
    • Installieren Sie den UTM-Sensor-Code auf den Webseiten Ihrer Website.
    • Aktivieren Sie das Protokollieren von Cookies im Protokollformat für Ihren Webserver.
    • Setzen Sie die Tracking-Methode im Urchin-Profil auf der Website auf „UTM“.
  • Wenn Sie die Verwendung der Funktion „Eindeutiges Tracking von Besuchern“ nicht auswählen, sollten Sie überlegen, welche Genauigkeitsebene Sie für Besucher- oder Sitzungsberichte verwenden möchten, und dann die entsprechende alternative Besucher-Tracking- Methode für jede Website auswählen. Die einzige andere Tracking-Methode in Urchin 6 ist IP/User-Agent.

Leistungs- und Verwaltungsprobleme

  • Protokollwechsel: Falls Sie über keinen externen Mechanismus zum Archivieren oder Entfernen von Webserver-Protokollen nach ihrer Verarbeitung durch Urchin verfügen, können Sie in den erweiterten Einstellungen für jede Protokollquelle festlegen, dass diese Aufgabe von Urchin durchgeführt wird.
  • Beibehalten früherer Urchin-Datenbanken für Protokollberichte: Nachdem die Datenbanken für einen bestimmten Monat erstellt wurden, sind sie ab dann für die Protokollanalyse verfügbar. Nutzer sollten überlegen, wie weit zurück sie die bisherigen Daten speichern müssen, damit sie das Löschen unnötiger Daten planen können, um Festplattenspeicher zu sparen. Urchin kann so konfiguriert werden, dass Datenbanken, die älter als ein bestimmtes Datum sind, komprimiert werden.
  • Speicheranforderungen: Urchin verfügt über Konfigurationssteuerelemente, um die Höhe des RAM, der für die Verarbeitung der Protokolle verwendet wird, zu beschränken. Der Standardwert ist 128 MB. Dieser Wert ist für Websites mit Protokollen, die größer als 10 MB sind, möglicherweise zu niedrig. Planen Sie genügend Systemarbeitsspeicher ein, sodass Sie die Speicherverwendung von Urchin bei Bedarf erhöhen können, und passen Sie die Speichereinstellungen der Software für eine maximale Verarbeitungsleistung an.
  • Ort des Datenspeichers von Urchin: Mithilfe der Datei „etc/urchin.conf“ kann Urchin so konfiguriert werden, dass die Berichtdatenbanken in einem Datensystembereich außerhalb der Urchin-Installation gespeichert werden. So können Sie eigenen ausreichenden Dateisystemplatz für das Datenbankwachstum zuweisen, wo es am passendsten ist.

Remote-Zugriff- und Integrationsprobleme

  • Verwendung von SSL für die Urchin-Verwaltungs- und Berichterstellung: Der Apache-Webserver, der zum Lieferumfang von Urchin gehört, ist mit Unterstützung für SSL kompiliert. In der Konfiguration ist SSL nicht automatisch aktiviert, kann jedoch falls gewünscht vom Nutzer aktiviert werden.
  • Firewall-Konfiguration: Wenn Ihre Netzwerk-Topologie Firewalls, Proxy-Server und andere Elemente umfasst, die zwischen dem Verarbeitungsserver von Urchin, Nutzern (die Berichte anzeigen) oder Systemen mit Protokollen (die abgerufen werden müssen) stehen, dann müssen diese Geräte so konfiguriert werden, dass sie den Remote-Zugriff von Urchin nicht beeinträchtigen. Dies ist normalerweise möglich, ohne die Sicherheit, die eine solche Topologie bietet, zu untergraben.

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