Warum enthalten meine Verweisberichte so viele Einträge „Kein Verweis“?

Ein Verweisbericht von Urchin enthält in der Regel aus folgenden Gründen den Eintrag „Kein Verweis“:

  • Die Webserverprotokolldateien sind nicht richtig formatiert.
  • Besucher greifen direkt auf die Website zu, indem sie die URL eingeben oder die Website mit Lesezeichen versehen.
  • Besucher greifen direkt auf die Website zu, indem sie auf einen Link in einer E-Mail klicken.
  • Die Webseiten werden von der Webspider-Software von Suchmaschinen identifiziert.
  • Interne Verweise aufgrund von zwischengespeicherten Seitenanfragen (nicht zutreffend bei ordnungsgemäß konfiguriertem Urchin Traffic Monitor (UTM)).

Protokollformat: Die Protokolldateien müssen so konfiguriert sein, dass sie das Feld „Verweis“ enthalten, damit Urchin Verweise in Berichte aufnehmen kann. Weitere Informationen zum Konfigurieren von Apache oder IIS-Protokolldateien finden Sie unter Protokollierung – Apache und IIS.

Direkte Adresse: Wenn ein Besucher Ihre Websiteadresse direkt in die Adressleiste eines Browsers eingibt, werden keine Verweisinformationen an den Webserver übergeben. Jede Dateianfrage an einen Webserver – bzw. jeder „Treffer“ – wird in einer Datei protokolliert. Dabei weist jeder Eintrag ein Verweisfeld auf, das Daten enthalten kann oder auch nicht. Wird wie oben beschrieben manuell auf eine Adresse zugegriffen, enthält das Verweisfeld keine Daten, da der Besucher nicht von einem Link auf einer anderen Website weitergeleitet wurde.

E-Mail-Link: Klickt ein Besucher auf einen Link in einer E-Mail-Nachricht, wie z. B. bei E-Mail-Werbekampagnen, werden möglicherweise keine Verweisinformationen weitergegeben. Es können E-Mail-Links erstellt werden, die Verweisinformationen an den Webserver weitergeben, auf dem sich die Website befindet. Das muss jedoch vom Ersteller des E-Mail-Inhalts eingerichtet werden.

Webspider: Roboter, Crawler und Spider, die von Suchmaschinen verwendet werden, tragen zu den meisten „Kein Verweis“-Treffern bei. Diese Programme besuchen Websites und lesen deren Seiten und andere Informationen zum Erstellen von Einträgen für einen Suchmaschinenindex.

Interne Verweise: Bei korrekt konfigurierten Berichten schließt Urchin keine internen Verweise in die Berichte ein. Ein interner Verweis stammt von derselben Website, zu der die erste angeforderte Seite gehört. Ein im Verweisfeld festgestellter interner Verweis wird in den Bericht als „Kein Verweis“-Treffer aufgenommen. Es ist nicht üblich, dass ein interner Verweis in der ersten Anforderung für eine Webseite erscheint. Es gibt jedoch bestimmte Fälle, in denen Verweise dieser Art häufig vorkommen.

Viele große Websites von Internetanbietern und Suchmaschinen verwenden Cache-Server zum Erfassen von Websiteinhalten. Dadurch können die erforderliche Zeit und der Netzwerkdatenverkehr verringert und diese Seiten schneller für die Besucher bereitgestellt werden. Fordert jedoch ein Besucher Ihre Webseite an und ein Cache-Server beantwortet diese Anforderung, dann wird diese Anforderung in Ihrem Webserverprotokoll nicht erfasst. Folglich enthält Ihre Webserverprotokolldatei auch keine Informationen zu der Anforderung. Das Ergebnis dieser Aktion ist letztendlich, dass ein neuer Besucher häufig von Ihrem Webserver erst bei der zweiten oder dritten Seitenanforderung erkannt wird. In der Zwischenzeit wird auf die Seiten, die der Besucher anfordert, über Links auf anderen Seiten Ihrer Website zugegriffen. Deshalb zeigt das Verweisfeld in der Protokolldatei Ihre eigenen Seiten als Verweis an. So entstehen die Einträge zu internen Verweisen, die urchin dem Bericht „Kein Verweis“ hinzufügt. Urchin 6 kann die fehlenden Protokolldateidaten wiederherstellen, wenn Sie Urchin Traffic Monitor (UTM) konfigurieren. Weitere Informationen erhalten Sie unterFunktionsweise von Urchin Traffic Monitor (UTM).

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