Funktionsweise von Urchin Traffic Monitor (UTM)

Übersicht

Der zum Patent angemeldete Urchin Traffic Monitor (UTM), der seit Urchin 4 verfügbar ist, wurde speziell zu einem exakten Erfassen eindeutiger Websitebesucher entwickelt. Für Unternehmen, die sich einen besseren Einblick in das Verhalten Ihrer Online-Besucher wünschen, ist UTM eine äußerst wertvolle Technologie. UTM verbindet alle Vorteile client- und serverseitiger Informationen. Dabei haben Sie alle Daten stets im Griff. Die einfach zu installierende Technologie ermöglicht Geschäftsinhabern, eindeutige Besucher, Klickpfade und Messdaten zur Loyalität genau zu erkennen, einschließlich der Erstbesucher und der wiederkehrenden Besucher sowie der Nutzungshäufigkeit. Neuere Versionen von UTM bieten erweiterte Funktionen zum Kampagnen-Tracking.

Das Urchin Traffic Monitor-System umfasst zwei Komponenten: den UTM-Sensor, ein im Content der Website installiertes Code-Snippet und das UTM -Modul, das zum Protokollverarbeitungsmodul von Urchin gehört. Der UTM-Sensor ermöglicht das clientseitige Sammeln von Daten, die dann für jeden Seitenzugriff zurück an Urchin geleitet werden. Die clientseitigen Informationen werden vom UTM-Modul mit den vorhandenen serverseitigen Daten kombiniert. Dadurch ergibt sich ein genaueres und vollständigeres Bild der Websiteaktivitäten.

Der UTM-Sensor ist ein kleiner JavaScript-Codeausschnitt, der zwei wichtige Funktionen erfüllt. Zunächst hebt der Sensor die Nachteile der Zwischenspeicherung auf, indem er für jeden Seitenzugriff die Weiterleitung mindestens eines Treffers an die Google-Webserver erzwingt. Dann identifiziert der UTM-Sensor jeden Besucher eindeutig anhand von „1st Party“-Cookies und erfasst zuverlässig Erstbesucher und wiederkehrende Besucher. Dieser Cookie-Kennzeichner ist ein Kommunikations-Tag, der wie Sitzungs-IDs nur vom Webserver erkannt wird. Es handelt sich um kein Cookie eines Drittanbieters, das Informationen systemextern weiterleitet und Datenschutzbestimmungen verletzt.

Das UTM-System funktioniert wie folgt. Der Webserver stellt zwei grundlegende Funktionen bereit: Weitergabe von Inhalten und Protokollierung. Zum Inhalt der Website gehört auch der UTM-Sensor, der an den Browser des Nutzers übergeben wird. Der UTM-Sensor legt eindeutige Kennzeichner fest und sendet weitere Anforderungen zurück an denselben Webserver. Das UTM-Modul, das zum Protokollverarbeitungsmodul von Urchin gehört, liefert anhand der Daten aus dieser Anforderung ein präzises und vollständiges Bild des Besucherverhaltens.

UTM-Sensor

Der UTM-Sensor erhöht die Genauigkeit und Vollständigkeit der Protokolldateidaten und hebt die Nachteile von Zwischenspeicherungs- und Proxy-Vorgängen auf. Wechselt z. B. ein Besucher wieder auf eine zuvor besuchte Seite, wird der Seiteninhalt aus dem Zwischenspeicher des Browsers bereitgestellt. Das gleiche Modell trifft bei einer vom Internetanbieter bereitgestellten Zwischenspeicherung zu. Diese Seitenzugriffe bleiben dem Webserver verborgen. Der UTM-Sensor aktiviert jedoch einen zusätzlichen eindeutigen Treffer, der zumindest einen kleinen Datensatz zurück an den Webserver leitet. Diese Information wird in den Protokolldateien erfasst und der auslösende Seitenzugriff ist nun bekannt.

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Die zweite wichtige Funktion des UTM-Sensors besteht in der exakten Identifizierung von Sitzungen und eindeutigen Besuchern. Durch die zum Patent angemeldete Kombination von Browser-Cookies erkennt und initialisiert der Sensor die eindeutigen Besucher und Sitzungskennungen und ermöglicht eine genaue Überprüfung neuer und wiederkehrender Besucher, unabhängig vom Proxyverhalten beim Internetanbieter. Die meisten Internetanbieter nutzen Proxy-Vorgänge, indem IP-Adressen wiederverwendet und Nutzer hinter Firewalls zusammengefasst werden. Das kann beim herkömmlichen Protokolldatei-Tracking problematisch sein, da hier in der Regel die IP-Adresse als Kennzeichner für den Nutzer verwendet wird.

Durch die Verwendung der Cookie-Kennzeichner anstelle der IP-Adressen ist der UTM-Sensor in der Lage, den dichten Vorhang des Proxy um einen kleinen Spalt zu öffnen. Greift z. B. ein eindeutiger Besucher durch eine Firewall erstmalig mit einer IP-Adresse auf die Website zu, enthält der gelieferte Seitenzugriff den UTM-Sensor, der den Kennzeichner im Browser des Besuchers ablegt.

Bei einem wiederholten Besuch desselben Besuchers wird die eindeutige ID zusammen mit jeder Anforderung an den Webserver weitergegeben. Selbst wenn dem Nutzer nun eine zweite IP-Adresse zugewiesen wurde, erkennt die UTM-Technology den Besucher zweifelsfrei an der ursprünglichen ID. Neben der Aufhebung der Nachteile komplexer Proxy-Verfahren werden hiermit auch mobile Besucher erfasst, die ihren Laptop unterwegs an verschiedenen Standorten und über unterschiedliche Provider einsetzen.

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