Benutzerdefinierte Datums-/Zeitformate

Einführung

Urchin kann praktisch jedes Datums- oder Zeitformat in einer Protokolldatei verarbeiten. Das erforderliche Datums- oder Zeitformat, das dem in der Protokolldatei enthaltenen Muster entspricht, muss lediglich für Urchin bereitgestellt werden. In diesem Artikel werden die Variablen beschrieben, mit denen das Datums- oder Zeitformat angegeben wird. Die Angabe dieser Formate erfolgt in einer benutzerdefinierten Protokollformatdatei. Weitere Informationen erhalten Sie oben in diesem Abschnitt unter „Benutzerdefinierte Protokollformate“.

Funktionsweise der Datums-/Zeitanalyse

Datum und Uhrzeit werden in Urchin durch einen Vergleich des angegebenen Formats mit den Datums-/Zeitfeldern in der Protokolldatei bestimmt.

Das Datum ist in einem IIS-Protokoll beispielsweise in folgender Form enthalten: 2002-11-12 Urchin kann anhand des folgenden Formats Jahr, Monat und Tag erkennen: %Y-%m-%d

Erstellen eines Datums-/Zeitformats

Sehen Sie sich zum Erstellen eines benutzerdefinierten Datums-/Zeitformat zuerst die Reihenfolge und das Muster der Datums-/Zeitdaten in Ihrer Protokolldatei an. Wählen Sie dann in der unten aufgeführten Liste die Variablen für Ihr Format aus. Die Zeitzonen der Welt werden als positive oder negative Differenz zu UTC (Coordinated Universal Time) ausgedrückt.

Beispiel: Wenn Ihre Protokolldatei die Uhrzeit in der Form „07:01:47“ enthält, sollten Sie ein entsprechendes Muster erstellen. Sie haben zunächst einmal festgestellt, dass das Muster „Stunden:Minuten:Sekunden“ lautet. In der Variablenliste unten sehen Sie dann, dass %H die Variable für Stunden, %M die Variable für Minuten und %S die Variable für Sekunden ist. Eine Kombination dieser Variablen ergibt das Format „%H:%M:%S“. Enthält das Datums- oder Zeitformat das eigentliche Zeichen „%“, können Sie dieses %-Zeichen als „%%“ angeben.

Folgende Variablen kommen am häufigsten vor: %Y, %m, %d, %H, %M und %S.

Beschreibung der Datums-/Zeitvariablen

  • %A = landesspezifische Darstellung des ausgeschriebenen Wochentags.
  • %a = landesspezifische Darstellung des abgekürzten Wochentags.
  • %B = landesspezifische Darstellung des ausgeschriebenen Monats.
  • %b = landesspezifische Darstellung des abgekürzten Monats.
  • %d = Tag des Monats als Dezimalzahl (01-31).
  • %e = Tag des Monats als Dezimalzahl (1-31); einstelligen Zahlen wird eine Leerstelle vorangestellt.
  • %H = Stunde im 24-Stunden-Format als Dezimalzahl (00-23).
  • %I = Stunde im 12-Stunden-Format als Dezimalzahl (01-12).
  • %j = Tag des Jahres als Dezimalzahl (001-366).
  • %k = Stunde im 24-Stunden-Format als Dezimalzahl (0-23); einstelligen Zahlen wird eine Leerstelle vorangestellt.
  • %l = Stunde im 12-Stunden-Format als Dezimalzahl (1-12); einstelligen Zahlen wird eine Leerstelle vorangestellt.
  • %M = Minute als Dezimalzahl (00-59).
  • %m = Monat als Dezimalzahl (01-12).
  • %p = landesspezifische Darstellung von „ante meridiem“ bzw. „post meridiem“.
  • %S = Sekunde als Dezimalzahl (00-60).
  • %s = Anzahl der Sekunden seit Epoch, UTC (siehe mktime(3)).
  • %w = Wochentag (Sonntag als erster Tag der Woche) als Dezimalzahl (0-6).
  • %Y = vollständige vierstellige Jahreszahl.
  • %y = gekürzte zweistellige Jahreszahl (00-99).
  • %z = Zeitversatz der Zeitzone zu UTC; ein führendes Pluszeichen bedeutet östlich von UTC, ein Minuszeichen westlich von UTC, Stunden und Minuten folgen mit jeweils zwei Ziffern ohne Trennzeichen (übliche Form bei RFC 822-Datumskopfzeilen).
  • %% = `%‘.

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