Arbeiten mit Protokollquellen

Übersicht

Beim Erstellen eines Profils fügen Sie im Allgemeinen auch eine Protokollquelle hinzu. Anhand von Protokollquellen werden in Urchin die Merkmale eines Zugriffsprotokolls (oder auch Übertragungsprotokolls) für eine Website angegeben. Zugriffsprotokolle enthalten alle Treffer, oder Anfragen für Webdokumente, die auf der Website erfolgen. Zu den Merkmalen einer Protokollquelle gehören der Pfad zur Protokolldatei, das Format der Protokolldatei (z. B. W3C oder NCSA), ob es sich um ein lokales oder ein Remote-System handelt und ob bei der Verarbeitung ein Filter auf die Protokolldatei anzuwenden ist.

Ein wichtiger Aspekt besteht darin, dass Protokollquellen von Profilen unabhängig sind. Jedem Profil muss mindestens eine Profilquelle zugeordnet sein, damit Berichte erstellt werden können. Mehrere Profile können jedoch dieselbe Protokollquelle verwenden. Sie könnten z. B. verschiedene Profile erstellen, die eine bestimmte Profilquelle verwenden, jedem Profil aber einen anderen Filter zuweisen, um unterschiedliche Berichte zu erhalten. Folglich besteht zwischen Protokollquellen und Profilen nicht notwendigerweise ein 1:1-Verhältnis.

Konfigurieren von Protokollquellen

Der erste Schritt beim Hinzufügen einer Protokollquelle besteht darin, dass Sie sich in der Urchin-Verwaltung als Administrator anmelden. Klicken Sie dann links auf die Schaltfläche „Konfiguration“. Klicken Sie anschließend auf „Protokollmanager“. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Hinzufügen“ oben rechts, um eine Protokollquelle hinzuzufügen. Der Protokollassistent wird aufgerufen. In einer einfachen Reihe von Schritten können Sie im Handumdrehen eine neue Protokollquelle erstellen. Jede Seite des Assistenten bietet eine ausführliche Hilfe mit Erläuterungen zu den auf der Seite angezeigten Konfigurationsinformationen.

Auf der Seite „Protokolleinstellungen“ ist die Auswahl eines Protokollformats erforderlich. Mit dieser Einstellung wird für Urchin angegeben, wie die Daten in der Protokolldatei angeordnet werden. Die Auswahl des richtigen Formats für das Protokoll ist wichtig, damit in Urchin sinnvolle Berichtdaten erstellt werden können. Urchin erkennt eine Reihe von Standardprotokollformaten, die Sie über ein Dropdown-Menü auswählen können:

  • Automatisch: Mit dieser Option werden in Urchin die Protokollformate NCSA, W3C, Netscape und ELF2 automatisch erkannt. Statt ausdrücklich eines dieser Formate auszuwählen, wählen Sie „Automatisch“. Dann wird von Urchin ermittelt, wie die Daten gelesen werden, sofern das Protokollformat zur Liste gehört.
  • NCSA: Für Apache geändertes Protokollformat „Extended Combined“. (Weitere Informationen zu diesem Format erhalten Sie unter „Protokollierung – Apache und IIS“.)
  • W3C: Microsoft IIS-Server verwenden normalerweise dieses Format. Doch können auch andere Webserver zum Erstellen von W3C-Protokollen konfiguriert werden.
  • Netscape: Dieses Format wird standardmäßig von Netscape- und iPlanet-Servern verwendet.
  • ELF2: E-Commerce-Protokollformat
  • Google: Verwenden Sie dieses Format für Protokolle, die Google-Daten über Preis-pro-Klick-Ausgaben (Cost-per-Click – CPC) enthalten. Beachten Sie, dass das Google-Protokollformat nicht automatisch erkannt wird.
  • Overture: Verwenden Sie dieses Format für Protokolle, die Overture-Daten über Preis-pro-Klick-Ausgaben enthalten. Beachten Sie bitte, dass das Overture-Protokollformat nicht automatisch erkannt wird.
  • Benutzerdefiniert: Diese Option wird zwar anfangs nicht im Dropdown-Menü aufgeführt, doch können Sie benutzerdefinierte Formate erstellen. Sobald diese Formate ordnungsgemäß konfiguriert sind, werden sie im Dropdown-Menü angezeigt.

Falls Ihr Webserver anscheinend keine Protokolle in einem der bekannten Formate erstellt, können Sie den Webserver für eines dieser Protokollformate neu konfigurieren. Sie können stattdessen jedoch auch ein benutzerdefiniertes Protokollformat erstellen, das der aktuellen Protokollierung Ihres Webservers entspricht. Wählen Sie bei einer Neukonfiguration der Webserver-Protokollierung am besten das W3C- oder NCSA-Protokollformat.

Lastausgleich und parallele Protokollverarbeitung

Auf Websites mit extrem vielen Zugriffen reicht möglicherweise ein Webserver nicht aus. Durch einen Lastausgleich können die Zugriffe auf mehrere parallel ausgeführte Webserver verteilt werden. Eine Reihe parallel verwendeter Webserver wird Cluster genannt. Dabei wird die Websiteaktivität für die einzelnen Website in einem beliebigen verfügbaren parallelen Protokoll erfasst. Der Profilassistent stellt eine Option „Parallele Protokollverarbeitung“ bereit. Falls die parallele Protokollverarbeitung aktiviert ist, öffnet Urchin alle Protokolldateien gleichzeitig und liest sie abwechselnd Abschnitt für Abschnitt. Jeder Abschnitt entspricht 15 Minuten Protokollaktivität. Durch die Aktivierung der parallelen Protokollverarbeitung lässt sich die Leistung auf Websites mit Lastausgleich erheblich erhöhen.

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